Recht auf Absicherung

Leider stehen einige junge Menschen bei Hilfeende für eine gewisse Zeit ohne genug Geld da. Bis Anträge bei Behörden bewilligt sind, vergehen manchmal 2 bis 3 Monate. Dann musst du schauen, wie du über die Runden kommst. Das ist sehr stressig! Schau’ gemeinsam mit den Menschen, die dich unterstützen, was ihr vorbereiten könnt, um so eine Notsituation zu vermeiden.

Mit Behörden klarkommen — ein paar Tipps

Deine Ansprüche durchzusetzen ist meist mit vielen Unterlagen und Laufereien verbunden.

  • Lies dir die Anträge bei den Behörden am besten gleich vor Ort durch!
  • Frag’ bei Unklarheiten sofort nach, das erspart dir Zeit.
  • Lass’ dich beraten, wenn du was nicht verstehst. Darauf hast du einen Anspruch. Du kannst auch eine Vertrauensperson mitnehmen.
  • Mach’ dir immer Kopien, wenn du etwas an eine Behörde schickst.

Setzt euch dafür ein, dass die Jugendhilfe erst dann beendet wird, wenn die anderen Stellen wirklich zahlen und dein Lebensunterhalt gesichert ist. Das Jugendamt kann sich zu viel gezahltes Geld bei anderen Kostenträgern zurückholen. Das ist kein Problem.

Deine Argumente: Eine Notsituation ist für jeden Menschen eine große Belastung. Wenn du nicht weißt, wie du die Miete bezahlen und dein Essen kaufen kannst, kannst du dich kaum auf deine Ausbildung konzentrieren oder um andere anstehende Dinge kümmern. Wenn du vielleicht sogar deine Wohnung wieder verlierst, kann das alles gefährden, was du in der Jugendhilfe in den letzten Jahren erreicht hast.

Dieses Risiko sollte dir niemand zumuten! Du hast ein Recht auf eine existenzielle Absicherung im Übergang. Risiken können die Behörden leichter tragen als du!